In Münsters Mitte

Beigetragen von am Apr 11, 2018 in Events, Kultur, Schmuck, Uhren | Keine Kommentare
In Münsters Mitte

Die Aufregung steigt, denn nun ist es bald soweit: Freisfeld, Juwelier am Erbdrostenhof seit 1946, zieht im Mai 2018 in Münsters Mitte. Nach über 70 guten Jahren in der Barockinsel verlegen wir unser Stammhaus von der Salzstraße 36 in ein Giebelhaus am Prinzipalmarkt 20, in die unmittelbare Nachbarschaft des zweiten Freisfeld-Geschäftes in Münster, „Freisfeld Mitte“ (vormals Backmann seit 1922) an der Klemensstraße 1.

Seit dem Sommer 2017 hat die Familie Freisfeld daran mitgewirkt, ein einzigartiges Haus am Prinzipalmarkt zu revitalisieren. Es ist eines der beiden Häuser in Münsters Guter Stube, deren Giebel den Krieg unzerstört überlebt haben. Um so sorgfältiger mussten nun Sanierungsarbeiten in dem alten Gemäuer vorgenommen werden. Für einen Juwelier hat das Haus einen besonderen Charme. Es endet nicht, wie viele Giebelhäuser der Nachbarschaft, vor den alten Dom-Mauern ohne Tageslicht, sondern in einem hellen Lichthof. Das Architekturbüro Kresing, das für die Lichtarchitektur in unserem Hambuger Juwelier-Haus Brahmfeld & Gutruf mit dem deutschen Lichtdesign-Preis 2014 ausgezeichnet wurde, hat diese besondere Lichtsituation zum Konzept der Architektur gemacht. Wir führen vom Licht des Prinzipalmarkts über eine Lichtwand, die ein Zitat der Hamburger Architektur ist, in ein vom Tageslicht durchflutetes Kabinett im hinteren Teil des Erdgeschosses. Vom Licht zum Licht.

Das Giebelhaus Prinzipalmarkt 20 ist das erste Monument auf der Westseite von Münsters Guter Stube. Dort beginnen die Bogengänge: Zur Rothenburg hin liegt der vierte Bogen des Hauses, durch den auch nachmittags viel Licht auf den Prinzipalmarkt fällt. Es sind von dort aus nur fünfzig Meter zu unserem Geschäft „Mitte“ am Beginn der Klemensstraße: Eine glückliche Nähe, die es erlaubt, sozusagen auf zwei Klavieren zugleich das Angebot des Hauses Freisfeld erklingen zu lassen. Auch Freisfeld Mitte wurde 1995 vom Architekten Rainer M. Kresing gestaltet – ein signifikanter Raum mit urbaner Atmosphäre.

Mit dem Ortswechsel von Münsters Barockinsel, wo Josef Freisfeld 1946 das schon 1888 gegründete Juweliergeschäft Pech übernommen und in Freisfeld umbenannt hatte, nimmt auch der Generationswechsel an Geschwindigkeit auf: Benjamin Freisfeld und seine Frau Caroline Freisfeld waren bisher vor allem von Hamburg aus tätig. Nach der Übernahme von Brahmfeld & Gutruf im Jahre 2010 haben sie in diesem ältesten Juwelier-Haus Deutschlands ihr Können bewiesen. Madeleine und Andreas Freisfeld arbeiten in Münster und in Mönchengladbach sehr eng mit den Nachfolgern zusammen. Denn in Münster entstehen auch die Schmucklinien für Hamburg und für das Rheinland: Moderne Juwelier-Kunst in Deutschland.